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Formenbau für präzise Spritzguss­werkzeuge

Im eigenen Formenbau verbinden wir Werkzeugkonstruktion, Fertigung und spätere Serienproduktion. Dadurch lassen sich technische Entscheidungen schnell treffen und Änderungen zielgerichtet umsetzen.

eigener Formenbau

am Produktionsstandort

CAD/CAM/CNC

durchgängige Prozesskette

Bemusterung

unter seriennahen Bedingungen

Änderung & Wartung

im Haus

Kurz erklärt

Müller + Wilisch entwickelt und fertigt Spritzgusswerkzeuge für technische Kunststoffteile am Standort Feldafing. Formenbau und Spritzguss arbeiten eng zusammen, sodass Werkzeugauslegung, Bemusterung und Serienanforderungen unmittelbar aufeinander abgestimmt werden. Auch spätere Änderungen, Wartung und Prozessoptimierungen erfolgen ohne externe Schnittstelle.

Werkzeuge für den realen Produktionsprozess

Ein gutes Werkzeug muss nicht nur ein korrektes Bauteil erzeugen. Es muss sich sicher rüsten, temperieren, warten und über die geplante Laufzeit stabil betreiben lassen.

Diese Anforderungen fließen bereits in Konzept und Konstruktion ein – weil wir das Werkzeug später selbst betreiben. Ein Temperierkreis, der im Modell elegant aussieht, sich aber in der Halle nicht sinnvoll anschließen lässt, kostet über die Laufzeit mehr als die eingesparte Konstruktionszeit.

Müller + Wilisch - Schema - Formenbau & Werkzeugbau

Durchgängige CAD/CAM/CNC-Prozesskette

Werkzeugkonstruktion, Bearbeitungsplanung und Fertigung greifen über eine durchgängige digitale Prozesskette ineinander. Konkrete Systeme, Bearbeitungsverfahren und maximale Werkzeugabmessungen geben wir projektbezogen an.

Werkzeugauslegung: was die Entscheidung bestimmt

Werkzeugwerkstoff, Temperierung, Anspritzung und Entformungskonzept ergeben sich in der Regel aus der Bauteilgeometrie und dem Material. Entscheidend für die Kavitätenzahl ist jedoch ebenso Jahresmenge, Losgröße, Qualitätsanforderung und geplante Laufzeit.

Ein Vierfachwerkzeug ist bei kleiner Menge selten wirtschaftlich, ein Einfachwerkzeug bei hoher Menge selten schnell genug. Wir legen die Variante aus, die über die geplante Laufzeit die niedrigsten Gesamtkosten erzeugt – nicht die mit dem niedrigsten Anschaffungspreis.

Muster und Vorserienteile

Vor der Werkzeugfreigabe können 3D-gedruckte Muster oder spanend gefertigte Vorserienteile genutzt werden, um Funktion und Einbau zu bewerten. Nach Fertigstellung des Werkzeugs folgt die Bemusterung unter seriennahen Bedingungen – also mit dem vorgesehenen Material, auf der vorgesehenen Maschine und mit den Prozessparametern, die auch später gelten.

Änderungen, Wartung und Optimierung

Bauteile ändern sich, Serien laufen länger als geplant, Anforderungen verschieben sich. Weil unser Formenbau im Haus ist, lassen sich Anpassungen bewerten und umsetzen, ohne das Werkzeug zu versenden und ohne Abstimmung über Dritte.

Umfang von Werkzeugübernahme, Reparatur und Ersatzteilmanagement wird vor Beauftragung festgelegt.

Technische Angaben

Werkzeugartenprojektspezifisch: 1K, Mehrkavitätenwerkzeuge, Einsatzwerkzeuge
ProzessketteWerkzeugkonzept, Konstruktion, Fertigung, Montage, Bemusterung
VorrichtungenAufnahmen und Vorrichtungen für Einlegeteile und Folgeprozesse
FreigabeBemusterung anhand vereinbarter Bauteil- und Qualitätsmerkmale
ServiceÄnderung, Wartung und Optimierung

Ablauf

Schritt 1
Bauteil- und Mengenanforderungen prüfen
Schritt 2
Werkzeugkonzept und Kalkulationsgrundlage festlegen
Schritt 3
Werkzeug konstruieren und fertigen
Schritt 4
Werkzeug montieren und bemustern
Schritt 5
Freigabe und Überführung in die Serienfertigung

Häufige Fragen

Wird das Werkzeug bei Müller + Wilisch gebaut?

Abhängig von der Auslastung unseres Formenbaus und den wirtschaftlichen Kundenanforderungen fertigen wir die Werkzeuge bei uns im Haus oder bei langjährigen qualifizierten Partnern in Deutschland, Europa, oder China. Die Endabstimmung der Werkzeuge wird immer in unserem Formenbau durchgeführt, unabhängig davon wer das Werkzeug ursprünglich gebaut hat.

Kavitätenzahl, Werkstoff, Temperierung, Anspritzung, Entformung und Werkzeugmaterial richten sich nach Bauteil, Menge, Material, Qualitätsanforderung und geplanter Laufzeit.

Die Übernahme vorhandener Werkzeuge ist grundsätzlich möglich. Der Zustand der Werkzeuge wird vor Inbetriebnahme geprüft, da in der Regel kleiner technische Anpassungen nötig sind.

Die Durchlaufzeit hängt stark von Komplexität, Freigabezyklen, Zukaufkomponenten und Bemusterung ab. Eine belastbare Terminplanung entsteht nach Prüfung der vollständigen Bauteildaten.

Die Werkzeugkosten werden vor allem von Bauteilgröße, Geometrie, Kavitätenzahl, erforderlichen Schiebern oder Kernzügen, Oberflächenanforderung und geplanter Laufzeit bestimmt. Für eine belastbare Kalkulation benötigen wir 3D-Daten, Jahresmenge, Werkstoff und Qualitätsanforderungen.

Eigentum und Nutzungsrechte am Werkzeug werden im Angebot beziehungsweise Vertrag geregelt.

Werkzeugkonzept prüfen lassen

Senden Sie Bauteildaten, geplante Menge und Qualitätsanforderungen. Wir schlagen ein Werkzeugkonzept vor und benennen die dafür nötigen Entscheidungen.